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Freitag, 1. Februar

Doron ist in entsetzlicher Stimmung im Hinblick auf seinen Militärdienst. Er brüllt mich an, ich wisse doch, daß Esthi keinen Gasofen vertrage, und warum ich jetzt noch einen Kaffee haben müsse, schließlich wolle er mich zum Frühstück ausführen. Ich brülle zurück. Das Konzert ist groß.

[…]

 

Es ist schon nach elf, aber Doron schleppt mich zum Frühstück durch die halbe Stadt bis in die Gegen, wo meine Schwiegereltern wohnten. Damals lag der Disengoffplatz am Stadtrand, und ich bin manchmal so weit spazieren gegangen und kam dann zu spät zum Mittagessen. Wie eine Fortsetzung mutet es an, daß Doron mich bei den Nachfolgern des Lokals, in das Berta und Mosche [die Eltern von David]mich manchmal abends ausführten [ist das das 'Kaffee Tamar'?] zu einem ausgiebigen Frühstück einlädt mit käsegefüllten Beigelech an frischer Tomatensauce mit Knoblauch und Kräutern, während Uri sich als erster Gast zum traditionellen Freitagessen bei Doron um halb eins angemeldet hat und womöglich im Treppenhaus auf uns wartet.

 

Obschon wir mit einem Taxi nach Hause fahren, sitzt Uri tatsächlich vor der Tür auf der Treppe und blättert in alten Zeitungen [zwei meiner schlechten Gewohnheiten, die ich mir auch heute, nach zwanzig Jahren, noch nicht abgewöhnt habe: ich schaffe es nicht, nicht pünktlich zu sein, auch wenn es völlig sinnlos ist, und ich lese jede Zeitung, die mir in den Weg kommt. Heute hab ich sogar in dem schrecklichen 'Israel Hayom' geblättert, nur einfach weil es irgendwo herumlag!] Bei der Unterhaltung zwischen den Brüdern komme ich mir wie schon so oft als Außenseiterin vor, der viele Einzelheiten nicht erzählt werden, weil sie sie nicht versteht. Auch Edith und Esthi unterhalten sich mit Miki viel besser als mit mir. Wieder dieses Gefühl, überflüssig zu sein, inkompetent. Esthi schickt einen kurzen Artikel eins zwei drei nach Wien, und ich wurstele an meinen Notizen herum, für die sich niemand interessiert.  – Dann beschäftige ich mich in der Küche mit Gemüse, das ich zum Essen beisteuern will, und komme mir entsetzlich dumm vor. Allmählich treffen Eva, Nurit, Rachel ein und schließlich David mit Sigal. Am Nachmittag versuche ich mich mit dem Würfelspiel am Computer, um meine Fähigkeiten der tridimensionalen Vorstellung zu üben, aber ich bin darin noch schlechter als in der hebräischen Sprache.

[…]

http://www.3dtris.de/

MUTTER ZWISCHEN DEN FRONTEN

Ich habe übrigens während dieses Krieges an Wolf Biermann einen Brief geschrieben:

https://abumidian.wordpress.com/deutsch/biermann

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