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Mittwoch, 13. Februar

Ich bin total verkatert. Vielleicht habe ich mich angesteckt von Esthi an einem Rest Tomatensauce auf ihrem Teller, den ich gestern Abend vor dem Abwaschen aufgeschleckt habe. […]

Ausgebombte aus dem Süden Tel Avivs leben seit einem Monat in teuren leeren Strandhotels; die Unterkunft kostet für die größtenteils sehr armen Leute einen unvorstellbar hohen Preis, während zur Wiederherstellung ihrer einfachen Wohnungen – und sie wollen nur dies – nichts geschieht.

Esthi , so krank wie sie ist, arbeitet den ganzen Tag am Telefon für ihren Artikel über Kontakte zwischen Israelis und Palästinensern der Westbank, was sich in dieser Hinsicht in den letzten Wochen abspielt. Rührende Geschichten, zum Teil, sagt sie. Warum nur, warum kann ich nicht so tüchtig sein wie sie?

[…]

Uri schenkt mir eine Karte für die Aufführung von Hamlet im Kameri-Theater; ich soll aber alleine gehen, er selbst könne das Stück erst zu einem späteren Zeitpunkt sehen. Die Zeit ist ungewöhnlich, nämlich Freitag um zwölf Uhr mittags. Abends gibt es keine Theatervorstellungen mehr. [mehr darüber übermorgen…]

Er will sich verabschieden. Ich versuche nun doch ihn zu überzeugen, mit Edith aus dem gefährlichen Stadtteil Yad Eliahu zu verschwinden, wenn Bush seinen bombastisch angekündigten Land-Angriff endlich vornimmt, und ich bekomme zur Antwort Sätze wie: "Mein Leben ist dir wichtiger als mir; denn wenn ich tot bin, ist mir nichts mehr wichtig" und, wenn ich ihm sage, Kinder könnten die Eltern überleben, aber Eltern die Kinder nicht: "Ich kann nicht immer nur für die Eltern etwas tun."

Nein, das ist keine überirdische Reife, wie David sie schwärmerisch Uri andichtet, sondern vielmehr Verwirrung und Verbitterung. Ich begleite Uri ohne Maske und mit entsprechend schlechtem Gewissen bis zum El Al-Büro – er wird in der Allenby den Einunddreißiger-Bus nehmen.

[…]

Die Nachrichten melden heute, die Amerikaner hätten in Bagdad einen Luftschutzkeller bombardiert und dreihundert Frauen und Kinder getötet; Irak würde militärische Zentren in Schulen, Spitälern und Luftschutzkellern einrichten, darum sei es geschehen, meldet Amerika – und ich werde dies, zu meinem inneren Schutz [????], noch eine ganze Weile glauben.

[…]

MUTTER ZWISCHEN DEN FRONTEN

Ja, also wie ich schon dreißigmal hier schrieb: Ich konnte nicht anders und habe Wolf Biermann auf seinen Artikel in der Zeit geantwortet:

https://abumidian.wordpress.com/deutsch/biermann

Ach ja, übrigens, vergesst nicht, heute an die Urne zu gehen, die Schweizer unter Euch! (2011, nicht 1991)

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