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Die Blockade durchbrechen


Nachdem die Schweizer die SVP-Initiative gegen die Minarette annahmen, wurde die Schweiz systematisch von der ganzen Welt boykottiert, insbesondere von den islamischen Staaten, dann aber, unter Druck der reichen Öl-Staaten, auch von mehr und mehr europäischen Staaten, bis die wirtschaftliche Situation in der Schweiz sich 2015 so verschlechtert hatte, dass verschiedene Organisationen begannen, von einer humanitären Katastrophe zu sprechen.

Schon seit 2013 gab es in der Schweiz keine Muslimen mehr, auch diejenigen mit Schweizer Pass hatten das Land verlassen.

Die WM 2014 in Brasilien hätte eigentlich für die Schweiz eine frische Pause sein können, man dachte, vielleicht käme das Wunder der WM 2010 in Südafrika wieder, aber die Schweizer Mannschaft wurde wegen des internationalen Boykottes nicht zugelassen.

Im Sommer 2015 machte die UBS endgültig bankrott.

Der "Rütli-Bund", die inoffizielle SVP-Miliz, begann mit Terroraktionen die wenigen Ausländer, die sich noch in die Schweiz wagten, aber da zumeist Schweizer Opfer dieser Aktionen wurden, wurden diese Aktionen immer mehr ins Ausland verlegt.

Der Winter 2015-2016 war besonders schwer. Die Spitäler waren völlig überfüllt, außerdem wurden verschiedene Spitäler geschlossen, darunter das Zürcher Kinderspital, das Kantonsspital St. Gallen, das Kantonsspital Glarus und andere.

Jeden Tag starben Dutzende von Menschen, und das einzige Gute an diesem Winter war die viele Arbeit, die dem Heer der Arbeitslosen geschaffen wurde, um die Massen auf dem traurigen Weg von Armut und Hunger über Krankheit, Tod und Grab zu begleiten.

Und dann, im Frühjahr, brach der Bürgerkrieg aus. Die Kantone, die damals die Minarettinitiative abgelehnt hatten, hatten das Gefühl, das sie ungerechterweise dafür bestraft wurden, dass vorübergehend die Verrückten das Ruder übernommen hatten. Sie wollten sich für ihr Leiden rächen. Zu ihnen gesellten sich solche, die schon längst den Irrtum in der Islamophobie eingesehen hatten. Aber die Aufständischen waren zugleich geographisch aufgesplittert: Genf, Basel und Zürich hatten zwar einen starken inoffiziellen internationalen Rücken, aber das konservative Bern konnte sich erstaunlich lange halten, und so zog sich der Krieg hinaus. Natürlich wurde nun auch die französische Sprache in den Rütli-Kantonen verboten, da der Röstigraben das Seine getan hatte. Auf dem internationalen Niveau war die Rütli-Schweiz zwar offiziell verrückt, aber unter der Hand waren die Kräfte sehr stark, die eine Islamisierung Europas befürchteten im Falle einer Niederlage der Rütli-Schweiz.

Und auch verschiedene Menschenrechtsvereine, ganz und gar nicht rechtsextreme, fanden, dass zwar Toleranz die richtige Seite sei, aber eine Ausrottung der Innerschweizer nicht die richtige Lösung des Problems. Und so wurden Rettungskonvois gegen das "mörderische Embargo" organisiert. "Die Blockade durchbrechen" war der Slogan, und Menschenrechtler aus Dutzenden von Staaten machten sich auf den Weg, die fortschrittlichen aufständischen Kantone dazu zu zwingen, die Aushungerung der Innerschweiz zu beenden. Auch ein paar wenige Zürcher waren dabei, obschon sie als Verräter verschrien wurden, und zwei davon waren schön ältere Herren. Sie erinnerten sich nostalgisch an die Zeiten anderer Slogans: "Freie Sicht aufs Mittelmeer!" hieß es damals in Zürichs Strassen. Als einer der beiden von einem Journalisten gefragt wurde, wie es möglich sei, dass ein so radikaler Liberaler sich für diese Erzkonservativen engagiere. Er sagte: "Am Ende des Zweiten Weltkrieg bestrafte Churchill die Deutschen mit seinen Flächenbombardements in einer Art und Weise, die wir heute nicht mehr akzeptieren können." Und der andere sagte: "Ich sehe eine grosse Verwandtschaft zwischen 'Freie Sicht aufs Mittelmeer!' und 'Die Blockade durchbrechen'."

Diese beiden kamen 2017 im verzweifelten Versuch der Baseler Garnison um, die Blockade aufrecht zu erhalten, was im Endeffekt natürlich der guten Sache der Toleranz nur noch mehr schadete und die Blockade aufgehoben werden musste.

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  1. Die Blockade durchbrechen « abumidian

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